Sich mit der Erde verbinden

Fast alle mögen es, auf dem Boden zu liegen. Den Boden unter sich bewusst zu fühlen oder das „Erden“ ist dabei auch ein wirksames Mittel, um Körper, Geist und Nervensystem gesund zu erhalten. Das sollte ein Teil von jedem Shinrin-Yoku-Ausflug (Waldbaden) sein.

Die Forschung hat bewiesen, dass der Kontakt mit der Erde eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen für uns hat.  Die reichen von der Entzündungshemmung bis hin zur Förderung der kognitiver Funktionen. Die Schwerkraft hält unsere Körper auf der Erde und durchströmt uns mit ihrer negativen magnetischen elektrischen Frequenz von etwa 7,8 Hz. Das ist unser natürlicher optimaler Zustand.

Unsere Vorfahren hatten ununterbrochenen Kontakt mit der Erde. Aber in der modernen Welt von heute sind wir von der Erdoberfläche durch künstliche Bodenbelege und den Gummi-Solen unserer Schuhe fast immer getrennt. Darüber hinaus leben wir heute in einem Meer von elektromagnetischen und Informations-Funkwellen. Diese kommen von unseren Handys, Wifi, Fernsehern, Elektrogeräten und so weiter. So eine  „elektromagnetische Verschmutzung“ ist mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen wie Tinnitus, Schlaflosigkeit, Stress, Angst, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, beschleunigter Herzfrequenz und vorzeitiger Alterung verbunden.

Eine Erdung absorbiert freie Radikale und setzt unser Nervensystem auf seine natürliche Frequenz zurück.

Wir Menschen sollten uns aus vielen Gründen „Erden“ – bei Arthritis, Jetlag, Gewichtsverlust, Heilung nach Krankheit und Verletzungen, um die mentale Stimmung zu verbessern, um Energie zu tanken und um uns zu fokussieren.

Man kann das zu jeder Tageszeit machen. Aber am Ende des Tages ist am Besten, damit man die elektromagnetische Verschmutzung aus dem Körper  lösen kann.

Gib dir pro Übung 30 Minuten oder mehr. Mache verschiedene  Experimente bei denen du feststellen kannst, was am besten für dich funktioniert. Wähle dazu Orte in deiner Stadt, im Hinterhof, im Garten, am Strand, im Wald oder irgendwo, wo es einen natürlichen Boden gibt. Dieses Erden wird dein Nervensystem beruhigen, deinen Körper stärken und deine Beziehung zur Natur vertiefen.

Hier sind 12 Wege, um dich mit der Erde zu verbinden, bei denen du die Schuhe ausziehen solltest. Bitte bedenke, das ist kein ärztlicher Rat und einige körperliche Aktivitäten werden nicht für dich passen. Dies ist eine Auswahl von persönlichen Praktiken, die die Autorin Kelsea Anderson aus Santa Barbara in California anwendet. Sie ist eine „hochsensible Person“, die den sensorischen Stress aus ihrem Körper lassen muss.

Erden – Suche einen festen Stand auf der Erde. Spüre die Energie in  Beinen, Knöcheln und Füßen. Vergleiche sie mit dem Gefühl der Erde. Beachte den Unterschied. Steh bis du dich ruhig, stabil und auf dem Boden geerdet fühlst. Du kannst deine Füße auch  „verwurzelt“ im Boden visualisieren.

Bewusstes Atmen – Lege dich direkt auf die Erde oder auf eine dünne Decke und verbringe ein paar Minuten in Ruhe. Dann streckst du ganzen Körper  und fühlst in dich hinein. Du spürst wo Spannungen und Schmerzen sind. Bringe dann deine  Aufmerksamkeit an diese Stellen und atme tief in sie.  „Besuche“ einen dieser Punkte nach der anderen und gebe die Schmerzen an die Erde ab. Beim Atmen fühlst du die Schwerkraft auf deinem Körper. Atme so, als ob du mit der Erde atmen würdest. Strenge dich nicht an, um irgendwie zu atmen. Atme einfach.

Beachten – Finde einen schönen Ort, mache es dir bequem und achte auf die Umgebung. Benutze dazu alle fünf Sinne. Beachte die ganze Natur und ihre Bewohner. Beachte den Himmel, die Erde, die Jahreszeit und die Nuancen des Lichts, die Schwingungen der Natur. Lasse deine Gedanken von den Sinneseindrücken tragen und verweile wo du magst. Wie sehen die Pflanzen und Bäume aus? Erweckt etwas deine Aufmerksamkeit?

Bewege dich – Schüttele zuerst eine zeitlang Beine und Füße, dann schüttele die Arme und den ganzen Körper. Bewege dich wie eine Lumpenpuppe. Dann schwinge deinen Körper hin und her. Las die Bewegung intuitiv werden. Körper und Schwerkraft übernehmen nach und nach die Richtung der Bewegungen. Zum Anfang wird sich das vielleicht ungeschickt und schwer anfühlen. Aber je länger man schwingt, desto mehr Leichtigkeit entsteht. Bleib in deiner gefundenen Bewegung, bis es mühelos wird. So eine Bewegung verschiebt Emotionen und gibt uns Energie.

Hinhocken – Hocke dich für 5  Minuten hin. Atmen in diese Stellung hinein und spüre die Energie der Wirbelsäule, die sich mit der Erde verbindet. Spüren die Spannung in den Hüften und werde so weich und entspannt wie möglich. Sei still und bemerke, was in der Natur um dich herum geschieht Wenn diese Haltung zu unangenehm wird, dann setze dich einfach hin, bis du eine meditative Ruhe fühlst.

Berg-Haltung mit Atmen – Zieh die Schuhe aus, stelle dich hin und lasse die Arme hängen. Atme durch die Nase ein und  hebe langsam die Arme bis sich die Hände über dem Kopf treffen. Halte diese Pose für vier Atemzüge. Ziehe dich länger nach oben und fühle deine Größe auf der Rückseite und Vorderseite deines Körpers. Hebe dich auf deine Zehen. Dann drehe die Hände nach außen und atme langsam aus, während du die Arme  wieder nach unten in ihre Ausgangsposition bringst. Danach sollte deine Lunge ganz leer sein, so dass das nächste Einatmen die Lungen mit der frischen Luft der Natur füllen wird. Mach das dreimal.

Dehnen  – dehne dich intuitiv oder nehme eine einfache Yoga-Pose ein.

Aufmerksames Gehen oder  Langsamkeit mit Pause – Gehe sehr langsam und aufmerksam.  Versuche das Ein- und Ausatmen zu zeitlich aufeinander abzustimmen (3/4, 5/7, etc.) Oder gehe ganz einfach sehr langsam, mache Pausen und nehme die  Natur mit allen Sinnen war. Diese Übung eignet sich wunderbar für Nebelwetter.

Strecken und Gehen – Gehe im Kreis herum und strecke Rücken und Arme dabei. Wenn dies für dich nicht möglich ist, kannst du Qigong, Tai Chi, Yoga, intuitive Bewegung machen.

Arbeit im  Garten – Neige dich zur Erde. Suche dir ein Projekt, bei dem du dich bücken musst und mit dem Boden verbunden bist. Gartenarbeit ist eine wunderbare Arbeit. Es gibt immer was zu tun. Man kann daraus eine Achtsamkeitsübung machen oder in Dankbarkeit an die  Landwirte denken, die unsere Nahrung erschaffen. Arbeite für 20-30 Minuten.

Tatami Zeit – Lege dich mit einer leichten Matte auf die Erde. Öffne deine Sinne und bemerke das Leben um dich herum. Entspanne dich, meditiere, beobachte Insekten, mache ein Nickerchen, lesen eine Zeitschrift, oder mache, was immer du möchtest, wenn du es nur genießt. Gönne dir genügend Zeit, um dein Nervensystem vollständig zu entspannen und herunterzufahren.

Dankbarkeit – Beuge dich  in der Haltung eines Kindes zum Boden,  dessen Kopf die Erde berührt. Entspanne dich dabei und lade die Erde unter dir ein, deinen Körper zu stützen, während du die Schwerkraft spürst.

 

Zum Original-Artikel geht es hier: https://shinrin-yoku-walks.com/ground-yourself-in-nature/

wiese

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